Sonntag, 14. Juni 2015
DEKT - Teil 2
Tag zwei begann mit der Ankunft unserer Hannoverschen Gäste. Meine Freundin kam mit dem jüngsten Sprößling angereist.

So saßen wir dann zu sechst am Frühstückstisch - und sofort wirkte der Zauber eines Kirchentages. Unser „Gräbelesgast“, ein rüstiger 82jähriger aus Nordrhein-Westfalen erzählte von seinen zahlreichen Kirchentagsbesuchen. Und vor lauter Austausch und Lachen vergaßen wir fast den Aufbruch.

Zuerst begaben wir uns in den Beethoven-Saal der Liederhalle (den sollten wir in den nächsten Tagen noch einige Male aufsuchen). Hier war das „Zentrum der Bildung“ angesiedelt. Der Vortrag, den wir besuchten, hieß „Begabt - und nun? - Vom sinnvollen Umgang mit Potentialen“. Zu Wort kamen Fachleute aus dem Bereich Bildung: Begabtenforscher, Wirtschaftspsychologe, Elitenforscher etc.



Die Diskussion war gut - und alle waren sich einig: Kompetenzen sollten gefördert werden. Nicht nur die Elite bedarf Zuwendung, gerade auch die untere Mittel- und Unterschicht hat so viel ungenutztes Potential, dass es gar sträflich wäre, selbiges nicht zu nutzen. Aber man muss den Menschen eine Chance geben.

Zur Umsetzung sind alle (auf)gefordert. Es muss nur angepackt werden…

Dann trennte sich unsere kleinen Gruppe für eine kurze Zeit, wir fuhren nach Cannstatt in die Andreä-Gemeinde zur "Luther-Mugge", um uns anschließend wieder zu treffen. Uli musste ja einige Termine wahrnehmen, um zu schreiben. Dieser Termin führte uns zu einem Taizé-Gottesdienstin die SCHARRena. Diese war letztendlich übervoll. Die Belüftung tat zwar ihren Dienst, es kam nur leider wenig an. So saßen wir da, tropften vor uns hin und ließen uns von der Stimmung einfangen. Und mitten in einer meditativen Stille - unglaublich, wie ruhig 1.500 Menschen sein können! - klingelte ein Handy mit der Tatortmelodie los.

Anschließend brauchten wir unbedingt erst mal eine Zeit zum Ausruhen. Uli schrieb seinen Text, und wir planten das Abendprogramm.

Die Entscheidung führte uns zu Sarah Kaiser in die Carl-Benz-Arena. Diese war gut belüftet und kühl, dafür heizte uns die Band ein:



Und wieder einmal war diese jazzige Stimme ein Genuss für die Ohren. Wir waren begeistert und beschwingt. Toll, wie sie es schafft, selbst aus alten Kirchenliedern (Paul Gerhard) ganz eigene Interpretation zu schaffen. Ein sehr intensives Erlebnis!

Und damit ließen wir diesen Tag ausklingen.

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Sonntag, 7. Juni 2015
DEKT 2015... - Teil 1
Jetzt ist er vorbei, der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag in Stuttgart. Und es war richtig schön.

Angefangen hat alles am Mittwoch mit einem Eröffnungsgottesdienst auf dem Schlossplatz (einer von dreien):

:

Wir flüchteten etwas vor der Sonne und suchten Schatten. Das hatte erst mal zur Folge, dass wir zeitweise nur verhalten den Wortbeiträgen folgen konnten (zweimal "folge" in einem Satz gibt Abzüge in der B-Note... *hüstel*). Dafür sangen wir die Lieder inbrünstig mit.

Zur eigentlichen Eröffnung mit den Grußworten der wichtigen Menschen (Hr. Gauck, Hr. July, Hr. Kretschmann und Hr. Kuhn) drängten wir uns dann etwas nach vorne. Und plötzlich konnten wir jedes Wort verstehen...

Sehr schön finde ich immer die kleinen Impressionen, die man nebenbei einfangen kann:



Anschließend fand der Abend der Begegnung unter dem Motto: "Gugg gscheid na!" statt. In ganz Stuttgart präsentierten sich die Landeskirchen der einzelnen Regionen Baden-Württembergs.

Der Abend klang aus mit dem "Klang des Südens" und dem Abendsegen mit Lichtermeer. Der gesamte Schlossplatz erstrahlte im Kerzenschein. Und zum vorerst letzten Mal empfand man den aufkommenden Wind als störend. Wir waren recht fleißig, die erloschenen Kerzen wieder und wieder anzuzünden....

In den Folgetagen sehnte sich wohl jeder nach einer kühlen Brise. Die jedoch - blieb aus. Immerhin reagierte die Stadt Stuttgart recht schnell und richtete zusätzliche Wasserstationen in der Innenstadt ein, an denen man kostenlos seine Flaschen auffüllen konnte.

Mehr vom Kirchentag in den nächsten Tagen....

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Mittwoch, 3. Juni 2015
Kirchentag 2015....
Heute beginnt er - der Deutsche Evangelische Kirchentag 2015 in Stuttgart. Und wir sind vor Ort und natürlich dabei.



Unsere Wohnung wird einige Gäste beherbergen. Heute Mittag kommt der Gräbeles-Gast an (Anmerkung: Gräbele ist die schwäbische Bezeichnung für die "Besucherritze", der Rille, die zwei Ehebetten voneinander trennt - so man nicht ein großflächiges besitzt).

Dafür zieht Sohn zwei für eine Nacht auf das Sofa. Danach verschwindet er zum Hockey-Turnier, dafür kommt meine Freundin Renate mit ihrem jüngsten Sohn. Renate auf das Sofa, Daniel zu Sohn Nummer eins ins Zimmer.

Das Programm wurde auch schon eifrig studiert. Und wie immer: zu viele gute Angebote parallel *seufz*.

Aber wir freuen uns!

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Sonntag, 31. Mai 2015
Handford....
So, endlich ist auch das Mai-Projekt fertig: Handford

Als ich den Namen zum ersten Mal hörte, sagte er mir gar nichts. Also musste ich mich erst einmal schlau machen. Dazu war nur ein Buchtitel notwendig: "Finde Walter" - oder im Original: "Find Wally"

Öhm, und was war nun der "Auftrag"...? Ein Wimmelbild zu erschaffen...? Nicht doch!

- DOCH! -

Ufff, eine große Fitzelaufgabe. Aber gut, so verbrachte ich also eine ganze Zeit lang mit diesem Künstler. Ihr dürft mir auf dem Weg dahin folgen:

Zuerst wurden die Nummern und der Künstlername gestempelt. Eigentlich sind ja immer nur neun Exemplare notwendig. Da aber meist mit etwas "Ausschuss" zu rechnen ist, fertige ich immer gleich zwölf an. Die Erfahrung hat gezeigt, dass das - nicht dumm ist....



So sehen also die "Rohlinge" aus:



Ich habe mich für Salz- und Pfeffer entschieden. Lauter kleine Salzfässer sollten es werden, unter denen sich ein Pfefferfass versteckt hat. Also wurden erst mal einige Salzfässer gestempelt:



Diese wurden dann maskiert, dazu stempelt man das Motiv auf dünnem Papier und schneidet es aus. Dann wird es deckungsgleich auf die schon gestempelten Fässer geklebt - mit einem Klebstoff, der sich wieder ablösen läßt - und schon kann man den nächsten Abdruck versetzt darüber stempeln:



Im weiteren Verlauf sieht das dann so aus:



Anschließend werden die Masken entfernt, so dass sich z.B. so ein Bild zeigt:



Hier dann also das fertige - noch nicht kolorierte - Bild. Wo ist das Pfefferfass? Naja, nicht weiter schwierig, oder?!



Und weil es so schön ist - und ein Schwarz-weiß-Gewimmel ohne Gleichen, hier alle zwölf Kärtchen auf einen Haufen:



Zum Schluss kommt die Farbe ins Spiel. Ich greife gerne zu Aquarellfarben. Entsprechend sehen meine Werkzeuge aus:



Und nach nur rund sieben Stunden (zweimal Barnaby und drei Dokumentationen) ist das Werk vollbracht, hier ein Single:



Und zum Schluss alle zwölf auf einen Blick:



Insgesamt habe ich pro Bild etwas über 90 Minuten benötigt.
So, und jetzt werde ich glücklich die Karten verschicken. Und bin schon sehr gespannt auf die anderen Werke.

Warum die Bilder sich größtenteils auf die Seite gelegt haben, ist mir übrigens ein Rätsel. Überall erscheinen sie korrekt, nur nach dem Hochladen... *schulterzuck*. Aber da müssen die werten Leser jetzt durch ;-))

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